Jürgen Hamann

Die Schönheit des Unscheinbaren

Oktober 2017

Der Reisende liebt die Fotografie und die Fotografie liebt den Reisenden. Jürgen Hamann aus Elze liebt die skandinavischen Länder und hat dort viele Fotos aus Norwegen, Bornholm und Gotland aufgenommen, die er im Oktober und November im Glashaus ausstellt.

Jürgen Hamann zeigt im Glashaus ein ganzes Lebenswerk. Von Beruf Architekt gilt seine Leidenschaft der Beobachtung des alltäglich Schönen. Und davon kann er gar nicht genug bekommen. Er reist, er beobachtet, er sammelt, er fotografiert. In Norwegen zum Beispiel den berühmten „Trollstiegen“, eine sich unglaublich durch die Berge schlingende Passstraße.

Doch eigentlich orientiert sich Jürgen Hamann nicht an Berühmtheiten. In interessieren viel mehr die Unscheinbarkeiten wie Gräser, Moore, Boote, Schatten und Licht. Er beobachtet kämpfende Schwäne im Wasser, ein Bild der Kraft und Eleganz. Er fotografiert die Schornsteine der Räucherei wie Skulpturen. Er entdeckt ein untergegangenes Holzboot, das nicht verunglückt ist, sondern dessen Holz aufquellen soll um dicht zu werden. Er fotografiert Felsstrukturen wie Hautfalten, Gräser an einer Hauswand wie ein Gemälde, Landschaften, die in Farbe erglühen, den spiegelnden Mond im blauen Meer und den Morgennebel am Strand. In vielen seiner Küstenbilder vermischen sich Himmel und Erde zu einer undurchdringbaren Einheit, in dessen Zwielicht die festen Umrisse verschwimmen.

Die Freude am Entdecken überträgt sich auf den Besucher der Ausstellung. Still wandert er durch die Bilderwelt von Jürgen Hamann und freut sich über die Vielfalt der Natur.

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